Ozonanlage

Wasseraufbereitung mit einer Ozonanlage

Was ist Ozon?

Ozon ist nichts anderes als eine instabile Verbindung aus drei Sauerstoffatomen. Die chemische Formel lautet O3. Während ein Teilchen Sauerstoff aus zwei Sauerstoffatomen besteht, setzt sich das Ozonmolekül aus deren drei zusammen. Der zweiatomige Sauerstoff bildet in der Luft den Normalfall. Natürliches Ozon ist in der Luft nur in ganz geringen Spuren enthalten. Ozon neigt – auf Grund des hohen Energieanteils – dazu, wieder zu Sauerstoff unter Abgabe von Energie zu zerfallen. Zwei wichtige Eigenschaften des Ozons beruhen auf dieser Tatsache: seine hohe Oxidationskraft, die auf die große Reaktionsfähigkeit des atomaren Sauerstoffs zurückzuführen ist, und der Zerfall des Ozons ohne unerwünschte Rückstände.

Seit wann wird Ozon eingesetzt?

Ozon fand bereits Ende des 19. Jahrhunderts als Desinfektionsmittel in der Trinkwasser-Aufbereitung Verwendung. Der ersten Ozonerzeugungsanlagen wurden um 1900 auf Basis der von Werner von Siemens entwickelten „stillen elektrischen Entladung“ eingesetzt. In der Regel wird es für die Schwimmbad-Wasseraufbereitung aus dem Sauerstoff der Umgebungsluft erzeugt und ins Badewasser im Bereich der Aufbereitungsstrecke eingemischt.

Was sind die Vorteile von Ozon?

Es entstehen keine chlorhaltigen Nebenprodukte wie Trihalogenmethane oder Chloramine, die zu Augenreizungen führen können. Zum anderen ist Ozon unbestritten das stärkste bekannte Desinfektionsmittel und allen anderen Verfahren, selbst dem Chlor, überlegen. Wenn hohe Wasserqualität zwingend gefordert ist und die Hygiene besonders im Vordergrund steht, empfehlen wir die Wasseraufbereitung mit Ozon. Ozon ist bei Therapiebecken beispielsweise sogar vorgeschrieben.

Auf jeden Fall sollte man sich beim Kauf einer Ozonanlage richtig beraten lassen. Eine Ozonanlage kann auch nachträglich in einer bestehenden Poolanlage installiert werden.